Unser Rudel   - Wie alles begann: 

Chips, Traumhund aus dem Tierheim. Mein erster eigener Hund und der Beweis, daß es Liebe auf den ersten Blick gibt und diese auch jahrelang hält.

Endlich hatte ich mich durchgerungen, aufgrund der Unterstützung und Hilfestellung vom Gunter, einen Hund zu erstehen. Schnell war mir klar, das eigentlich nur ein Tierheimhund in frage kommt, weil da die Auswahl groß und Hilfe nötig ist. Dann kam die leidige Rassefrage.

Mir persönlich haben immer schon Jagd-, Schäfer-,  und Nordischen Hunde gefallen. Aber wirklich fest stand nur es soll ein großer Hund sein. Wir haben ganz viele Tierheime besucht, aber „der Hund“ war einfach nicht dabei. Nie war ich mir sicher oder hatte ein wirklich gutes Gefühl.  Und dann passierte es: Ich kam zum 2. Mal ins TH Hattersheim und da war sie. Sie guckte mich an und ich wusste: Das ist mein Hund. Der oder keiner. Ein großer schwarzer Hund, der als Labrador-Schäferhund-Mix deklariert wurde. Und so war es dann auch. Die ganze Familie musste antreten und zustimmen, Zustimmung vom Vermieter eingeholt, mit ihr spazieren gegangen, und dann ist sie einige Tage später bei mir eingezogen.

Und es war perfekt und alles war gut. Trotzdem plagte mich das schlechte Gewissen, weil ich fand, der Hund sei zuviel alleine. Schließlich ist der Hund ein Rudeltier. Auch wenn sie sich nie beschwert hat. Außerdem war ich so begeistert von meinem Hund, daß ich einen zweiten wollte. Und dieser sollte ganz sicher ein Nordischer werden. Ein Malamute. Und oh wunder, im TH Griesheim gab es einen solchen.   Wobei es sich beim genaueren hinsehen um einen Sibirien Husky handelte und Gunter sich dort in Vincent verliebt hat.

Und es kam wie es kommen musste: Gunter wollte Vincent. Keinen Malamuten, keinen Sib. Vincent- einen Podenco Ibicenco duro. Frisch zurück im Tierheim, nachdem für fast einen Monat schon vermittelt war. Vorher kam er direkt aus Spanien. Schwer verletzt und völlig durchgeknallt. Schlecht sozialisiert und voller schlechter Erfahrungen. Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten (wobei ich mir nicht sicher bin, ob es was geändert hätte).

Vincent. Was soll ich sagen? Er hatte es nicht immer leicht, war ein Jäger vor dem Herrn und hat Herzen gebrochen. Ruhe in Frieden. Geboren im März 1993 in Alicante, gestorben im April 2005 bei uns daheim. Der erste Hund den ich über die Regenbogenbrücke gehen sah. Und er ist trotzdem immer noch bei uns. Es hat keiner damit gerechnet, daß Vincent als erster geht. Aber das Leben ist voller Überraschungen.

Zwischenzeitlich war Calu bei uns eingezogen. Wir hatten lange überlegt, ob wir so einen Hund halten können und wollen. Ob es gut ist, einen solchen Hund zu haben und wir haben uns unendlich viele Gedanken gemacht. Wir hatten viel Unsinn über diese Rasse gehört (zum damaligen Zeitpunkt wussten wir leider nicht, was ist wahr und was nicht).

Wir sind losgefahren um uns aus erster Hand bei einem Züchter zu informieren, neben den Informationen die wir bereits seit Jahren gesammelt haben. Und was soll ich sagen?

Auch wenn es nicht geplant war und nur Informationszwecken dienen sollte, wir haben Calu gesehen und waren uns einig. Das ist sie. Und ja, sie ist gleich mit uns nach Hause gekommen. Das wirklich wunderschöne war, dass wir freie Auswahl im Wurf hatten. Wir haben den ganzen Nachmittag die Welpen und die Eltern beobachtet und waren uns sicher: Die wollen wir haben. Es war die frechste Hündin aus dem Wurf.

Noch unspektakulärer war der Einzug von Vidux bei uns. Eine Woche nach dem Tod von Vincent klingelte das Telefon. Wir wurden höflich darauf hingewiesen, dass doch jetzt ein Rüde bei uns fehlt. Nicht weit von uns entfernt sucht ein Hund ein neues Zuhause.

Anruf beim Besitzer- Termin vereinbart- Hund abgeholt. Und so ist unser Rudel jetzt eigentlich vollständig. Chips hat es verdammt schwer zwischen den Grauen , aber sie schlägt sich tapfer. Calu & Vidux sind ein Dream Team. Was der eine nicht kann, kann der andere.

Im Juni 2007 starb Chips im Alter von 17 Jahren. Es kam zwar nicht unerwartet, aber trotzdem ging ein Ära zuende. Schon vorher haben wir lange überlegt, ob wieder ein Labrador oder ein anderer Hund bei uns einzieht. Nach einigen Zweifeln haben wir uns für einen TWH entschieden. Die Tatsache, daß Amber und Beti Nachwuchs erwarteten hatte dabei eine wesentlich Rolle gespielt. Also haben wir die Züchterin Ela Wojtko angeschrieben und gefragt, ob wir einen Welpen aus dieser Verbindung bekommen können. Wir bekamen die Zusage! 

Eine Woche nach Chips Tod wurde Avari Jantarowa Wataha geboren. Ein paar Wochen später durfte sie direkt den Urlaub in CZ mit uns verbringen und gehört seitdem zu uns.